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„Was heißt denn hier schon Geschwisterliebe“ ?

Nach dem Krieg lebte in der Nähe der Kreisstadt Düren, am Fuße der Eifel, in einem kleinen Dorf - ich nenne es einfach mal Hoven, eine Familie mit drei Kindern.
Diese Familie war aber nicht ganz komplett, da der Vater, wie bei vielen anderen Familien in dieser Zeit, nicht aus dem Krieg heimgekehrt war.
So bestand die Familie aus der Mutter, einer Tochter und zwei Söhnen. Da der Vater bis kurz vor Kriegsende, infolge eines schweren Unfalls als Jugendlicher, nicht fronttauglich war und darum im österreichischen St. Pölten in der Etappe seinen Wehrdienst leistete, konnte er alle eineinhalb Jahre Urlaub bei der Familie machen.
Dies hatte zur Folge, dass seine drei Kinder, eben 1 Tochter und 2 Söhne im Abstand von ca. eineinhalb Jahren geboren wurden. Die Erste war die Tochter „Sibilla“. Nach dem nächsten Urlaub kam dann der erste Sohn: „Nöll“.
1943 kam dann der zweite Sohn, er wurde nach seinem Vater Wilhelm „Willi“ benannt.
Kurz vor Ende des Krieges bekam die Mutter den letzten Brief vom Vater.
Er schrieb, dass er an die Front versetzt werde, wohin wusste er nicht.
Das war das letzte Lebenszeichen von Ihm.
Als ca. 60 Jahre später die Trennung Deutschlands durch die protestierenden Bürger der ehemaligen DDR aufgehoben wurde und die innerdeutsche Grenze fiel, passierte folgendes:


Nr.01.Titel-Im-Verein

 

Nach vielen Jahren der Teilung Deutschlands, infolge des 2. Weltkriegs, fiel am 9. November 1989 die innerdeutsche Grenze. Ich glaube, jeder der es im Fernsehen verfolgt hat und besonders die, die in Berlin dabei waren, werden diese dramatischen Bilder und Stunden nie vergessen. Als die Berliner mit Hammer und Meißel auf der Mauer standen und damit die Mauer zu Fall brachten. Genauso spannend und dramatisch, waren die Wochen vorher, als die Montagsdemonstrationen stattfanden. Sowie die Ereignisse in Ungarn in der Botschaft, bis unser Außenminister den Menschen mitteilte, dass Sie ausreisen dürften.
Zurück zur Familie aus Hoven: Im Jahr nach dem Mauerfall vereinbarten „Sybilla“ und „Willi“, dass „Sybilla“ den „VDK“ anschreiben und eine Nachfrage über den Verbleib des Vaters starten sollte.
Dies geschah dann auch. Dass „Sybilla“ und „Willi“ dies gemeinsam machten, ohne „Nöll“ zu benachrichtigen, war darauf zurückzuführen, dass „Nöll“ bei der „Silberhochzeit H.....“ randalierte. Seit diesem Vorfall hatte „Sybilla“ wieder Krach mit ihm. Man sprach nicht miteinander. So vergingen einige Jahre, in denen sich aber sehr viel veränderte durch die hier aufgeschriebenen Machenschaften der „Familie H.......“ die 1995 - zu Fronleichnam - zur öffentlichen Demütigung des

„1. Vorsitzenden der Kirmesgesellschaft Düren / Hoven 1904 e.V.“
und amtierenden „Präsidenten Willi Thönneßen“ führte.

Das bis dahin gute familiäre Verhältnis zwischen „Sybilla“ und „Willi“ wurde von „Jochen H.....“ dadurch völlig zerstört. Anfang des Jahres 2002 bekam „Sybilla“ vom „VDK“ Nachricht über den Verbleib des Vaters.

Ab hier wird es sehr bitter und schmutzig!

“Der Familienrat H.....“ hat dann beschlossen, „Willi“ nicht über das Schicksal seines Vaters in Kenntnis zu setzen mit der Begründung:
„ Wenn „DER“ was wissen will, soll er sich selbst erkundigen!“

Einem gemeinsamen Vetter teilten „Sie“ diese, für mich und uns alle, wichtige Nachricht mit. Sie teilten ihm aber auch diese ungeheuerliche Entscheidung des „Familienrates H…“ (des Zentralkomitees) mich nicht in Kenntnis zu setzen mit.
Sie gingen wohl davon aus, dass Andere auch so skrupellos sind. Doch der Vetter war der Meinung, dass „Sie“ kein Recht hätten, so eine wichtige Nachricht zu verschweigen. Da er sich anbot mich zu unterrichten, wurde Ihm ausdrücklich untersagt, „Willi“ davon in Kenntnis zu setzen, da der „Familienrat H…..“ diesen Menschenrecht verletzenden Beschluss gefasst hatte.
Der Mann konnte dies aber mit seinem Gewissen nicht vereinbaren. Er gab die Auskunft an mich weiter, so dass ich selber Erkundigungen einholte.
Mein Vater war im Januar 1946 in „Kursk“ in Russland im Lazarett verstorben.

Was sind das für Menschen, die sich anmaßen in ihrer theatralischen Art, bei einem „Küchentischpalaver“, dem Sie diesen hochtrabenden Titel „Familienrat“ geben, um damit glauben machen zu wollen, dass „Sie“ hochgestellte Persönlichkeiten sind, solch
„weitreichende Entscheidungen“ zu treffen?
Dies kommt dem „Verhalten der Russen“ gleich, die fast 60 Jahre lang den Angehörigen der Kriegsopfer verschwiegen, was mit dem geliebten Vater oder Sohn passierte, weil das „Zentralkomitee der Kommunisten“ es so beschlossen hatte.

Genau so handelt der selbst ernannte „Familienrat H.....“ auch! Pf u i !
Mich wundert nichts mehr.
Da wir die Skrupellosigkeit auf andere Weise bitter erfahren haben. Vielleicht hofften sie ja, dass da vom Vater noch Wertsachen existieren. Dann könnten sie sich diese auch noch unter den Nagel reißen! Alles andere haben sie ja schon! Dieses Benehmen offenbart, was es für Menschen
( Individuen ) sind.
Bilden „Sie“ sich Ihr Urteil selbst? So ist das nun mal im Leben.
„Freunde“ kann man sich aussuchen. Doch sollte man dabei sehr vorsichtig sein und aufpassen, wen man ins Haus bittet.
„Verwandte“, die bekommt man einfach aufgezwungen. Hier sollte man aber konsequent sein und sie vor die Tür setzen, wenn sie sich daneben benehmen. Es gab Vorkommnisse genug die eine solche Maßnahme gerechtfertigt hätten! Um des lieben Friedens Willen haben wir davon Abstand genommen, das hat uns aber nichts genutzt.

PS. Nachdem ich 1994 - nach 1976 - zum zweitenmal Präsident der Kirmesgesellschaft geworden war und den „Nöll“ als damaliger Vorsitzender des HSV zu meinem ersten Abend eingeladen hatte, befürchteten „Sie“, das Nachsehen zu haben und vertrugen sich, nach Jahren, wieder mit ihm.
Nun verbündeten sie sich und gingen gemeinsam auf mich und meine Familie los.
Die Erläuterung dazu im weiteren Verlauf dieser Geschichte.
Nun wissen Sie, warum dieser Mann im weiteren Verlauf dieses Berichtes nur noch
„Der Herr Familienrat“
genannt wird.

Weiter im 1.Kapitel

Die Ungewissheit über das Schicksal des Vaters, seinen Verbleib und was mit ihm geschehen war, war für die Mutter nach dem Krieg sehr schlimm. Die Erinnerung an die Zeit als die Heimkehrernachrichten und die Namen der Späth-Heimkehrer im Radio verlesen wurden, ist in meiner Erinnerung haften geblieben. Wer wie ich miterlebt hat, wie die Mutter Stunde um Stunde vor dem Radio gesessen hat und dem Verlesen der Namen der Späth-Heimkehrer aus Russland gelauscht hat, wird dies nie vergessen. Ich hörte sie dann weinen wenn Sie schlafen ging, da der Name meines Vaters nicht genannt worden war.

Die Geburt des zweiten Sohnes Willi war für den Bruder "Nöll" wohl eine mittlere Katastrophe, denn er hasste ihn wohl sein Leben lang bis zu seinem Tod. Es ist wohl mittlerweile klar um welche Familie es sich handelt. So werde ich ab hier in der „Ichform“ von Willi schreiben.
Ich habe "Nöll" lange gekannt und niemals bei Ihm bemerkt, dass wir Brüder waren.
Als ich hier eben geschrieben habe „Die Schwester“ wurde mir plötzlich bewusst, was dieses Wort Schwester eigentlich für eine Bedeutung hat. Es überkommt mich wieder diese unsägliche Leere und die schon so oft gestellte Frage drängt sich mir erneut auf:

W a r u m ?

Und wieder bleibt man uns die Antwort schuldig. Doch erstmal hier weiter.

In der Aufbauzeit nach dem Krieg stand den Menschen im Land noch nicht der Kopf nach
Kirmes und Tanzvergnügen. Doch nachdem Jahre ins Land gezogen waren, normalisierte sich das Leben und so wurde dann 1949 die Kirmesgesellschaft wieder ins Leben gerufen und 1950 fand dann die erste Kirmes nach Kriegsende statt.
In den folgenden Jahren erlangte die Kirmesgesellschaft im Dorf einen hohen Stellenwert und die Mitgliedschaft in der Gesellschaft wurde fast schon zur Pflicht.
1958, mit 15 Jahren, meldete mich meine Mutter als Mitglied in der Gesellschaft an, ich hatte gerade meine Maschinenbauerlehre angefangen.
Meine Frau Helga lernte ich 2 Jahre später kennen.1960 wurde sie dann ebenfalls Mitglied der Gesellschaft – bis zum heutigen Tag.
Da ich das Urteil des Amts- und Landgerichtes nicht anerkenne, da es schamlos belogen wurde und es darum zu diesem Fehlurteil kam, das unsere Mitgliedschaft beendete.

Die schriftliche Begründung des Urteils war uns gerade zugestellt worden, da gingen diverse Vorstandsmitglieder den Mitgliedsbeitrag wie seit je her nach alter Tradition am Haus der Mitglieder kassieren. Sie trugen sichtbar die Mitgliederlisten mit sich, als sie an unserem Haus vorbei gingen. Hier fühlen wir uns von diesen Herren regelrecht verhöhnt.
Gerade diese Praxis der Haussammlung wurde dem Gericht als nie praktiziert übermittelt und ich wurde als Lügner hingestellt, der als 1. Vorsitzender nicht wusste, was er tat. Es wurde dem Gericht bewusst durch das Schreiben des Anwalts des Vereins die Unwahrheit mitgeteilt. Dadurch erreichte der Verein dieses krasse Fehlurteil.
Der Beitrag wurde laut Prozessprotokoll als Bringschuld von den Mitgliedern im Zelt, auf den Mitgliederversammlungen und auf das Konto der Kirmesgesellschaft bezahlt und erbracht und nicht vom Vorstand am Haus kassiert.
Hierzu brauche ich nichts weiter zu sagen, dies sind Lügen! Darum sind wir nach wie vor Mitglieder der Kirmesgesellschaft und zwar seit 55 Jahren.

Wir sind nie aus der Gesellschaft ausgetreten!

So wenig wie ich sagen kann, dass ich einen Bruder gehabt habe, da er mir ständig Schwierigkeiten bereitete, so wenig kann ich sagen, dass die Schwester mit mir eine geschwisterliche Bindung eingegangen ist.
Eines weiß ich aber sehr genau. Beide waren schon als Kinder sehr auf sich fixiert und sorgten dafür, dass sie vom Kuchen immer das beste Stück bekamen.
Ich glaube sogar, dass ich unbewusst einem Instinkt folgend immer etwas auf Distanz gegangen bin.
Der Bruder nahm sich, was er wollte, egal ob es ihm gehörte oder nicht und vergass gerne das Wiedergeben oder das Bezahlen.
Die Schwester, da sie die Älteste war, glaubte das Sagen zu haben und konnte verdammt unangenehm werden, wenn es nicht nach ihren Wünschen ging. Dann hatte sie eine lose Hand und wurde handgreiflich. Dabei gingen mir schon einmal alles 6 Saiten meiner Gitarre zu Bruch, schwere Brandwunden wurden mir am rechten Bein mit einem glühend heißen Schürhacken bei gebracht und einiges Andere auch.
Es war die Zeit nach dem Krieg, in der überall das Geld knapp war und die meisten Leute beim Einkaufen anschreiben ließen. „Der Dank des Vaterlandes ist Dir gewiss“. Es war damals so und daran hat sich bis heute nichts geändert:

Da mein Vater vermisst war bezog meine Mutter eine Hinterbliebenenrente und eine zweite Rente.
Wie diese hieß, weiß ich nicht mehr. Nun war es so, dass wenn sie bei der einen Rente eine kleine Erhöhung bekam, wurde es bei der Anderen abgezogen. So versorgte der Staat die Hinterbliebenen des Krieges.
Einmal im Jahr wurden wir Kinder eingekleidet. Die Klamotten bekamen wir dann zu Weihnachten geschenkt. Wir fuhren alle nach Köln zum Einkleiden. Meine Mutter zahlte die Schulden die sie gemacht hatte dann über das ganze Jahr in Raten ab.

Irgendwann hieß es dann bei uns: „ Mädchen brauchen mehr !“ Mir war das damals egal, sollte Sie doch mehr bekommen. Jahre später, als dann der Fremde dazu kam, wurde dies neu aufgegriffen und er erklärte: „Dem Mädchen steht der Schmuck zu!“ Ohne zwingende Notwendigkeit, wurde uns Brüdern dies nicht nur einmal, sondern in schöner Regelmäßigkeit mitgeteilt, damit wir es auch verstanden. Dies wurde aber nicht von unserer Mutter gesagt, sondern von denen, die den Schmuck haben wollten und dies ca. 20 bis 25 Jahre bevor meine Mutter starb und das Erbe frei wurde. Ist so etwas nicht verwerflich? Einem Menschen, der im blühenden Leben steht schon den Tod vorauszuplanen und zu verplanen? Das hatte alles System und wurde vorsorglich so in die Welt gesetzt, damit es dann, wenn es so weit war,  keinen Zweifel gab. Alles Wertvolle bekam das Mädchen.
So einfach war das.

Nun gab es ja möglicherweise Pelzmäntel, die konnte man ja schon vorher aus dem Haus schaffen. Eine Fotoausrüstung wegzuschaffen war ganz einfach. Es wurde Interesse
geheuchelt am Fotografieren, der gesamte Kram nach Hause geschafft, auch wenn die Kameras nicht funktionierten, macht nichts, da sie ja schon alt waren, hatten sie bestimmt einen antiken Wert und je älter sie wurden stieg dann der Wert entsprechend, also eine zukunftsorientierte Maßnahme. Einer alten aber noch intakten Singer-Nähmaschine erging es genauso.
Hier lief man Gefahr, dass das zu früh bemerkt wurde, dass sie aus der Wohnung der Mutter verschwunden war. So tauschte man diese Singer Nähmaschine gegen ein anderes Fabrikat (Atika) aus, welches sich im anderen Zweig der Familie H..... befand.
Möglicherweise ist der Rücktausch nach 1995 erfolgt. Wer sollte denn jetzt noch darüber stolpern? Alles landete beim „Mädchen“ und das obwohl es kein Testament gegeben hat und die Erblasserin nie in der Vorzeit irgendetwas bestimmt hat. Dafür hat der Volksmund im Rheinland eine passende Bezeichnung. Er........!

Warum ich das erzähle?, wird sich der ein oder andere fragen...

Es ist meine Geschichte. So wie ich dies alles erlebt habe. Auf diesem Hintergrund findet man vielleicht eine Erklärung für das, was uns später dann zugefügt wird. Außerdem, muss man über Probleme und böse Erlebnisse sprechen, sonst führt dieses Ohnmachtsgefühl zu seelischem Stress und das kann verheerende Folgen haben, wie wir selbst im Jahr 2002 erleben mussten. Ich hätte genauso, wie mein Bruder damals schon als Kind, Terror machen müssen, als es geheißen hat: „Das Mädchen braucht mehr!“ Hier zeigte sich schon die Raffgier, die sich später dann zu Missgunst und Neid entwickelte und schließlich zu unbändigem Hass, der jede familiäre Bindung sprengte.

Ich glaube von mir, dass ich immer anders war als meine Geschwister. Ich kenne keinen Neid, keine Missgunst und keinen Hass. Dafür danke ich meinem Schöpfer. So war es mir auch egal, wenn die Schwester mehr bekam und der Bruder, weil er, so sagte mir meine Mutter ein Mal: „ die Hölle heiß machte, wenn Sie Alles und Er Nichts bekam.“
Meine Mutter hatte regelrecht Angst vor diesem Knaben. Ich glaube, meine Geschwister hat nie interessiert wie schwer meine Mutter sich tat, um uns am essen zu halten. Dafür musste sie sich abrackern. Ich kann mich nicht erinnern jemals hungrig ins Bett gegangen zu sein.
Sie forderten nur und bekamen nie genug.
Das sollte mir dann viele Jahre später zum Verhängnis werden.

Der Bruder hatte so manche Eigenheit. Eine war, dass wenn er seinen Willen nicht bekam,  uns damit drohte, er würde abhauen. Was er dann auch gleich in die Tat umsetzte. Er lief weg. Dazu muss man wissen, dass wir auf der Rurstraße wohnten ( die heutige Tischlerstrasse ) die parallel zur Rur verlief. Er lief dann aus der Wohnung die auf dem Hinterhof lag auf die Straße bog dann nach rechts ab bis die Straße nach ca. 80 m endete und er nur noch rechts oder links weitergehen konnte. Er bog nach rechts ab und versteckte sich hinter einer Hecke die genau an der Ecke war. Dann sah man öfter seinen Kopf hinter der Hecke hervorkommen, wenn er schaute ob wir ihn suchten.
Dafür sahen wir aber keinen Grund, denn dieses Spiel wiederholte sich fast täglich.

Mein Vater war im Krieg vermisst. Leider, denn diesem überaus schwierigen Jungen fehlte eindeutig des öfteren eine anständige Tracht Prügel, wie das früher erfolgreich gehandhabt wurde. Denn wenn er auf diesem Weg nicht weiterkam, lief er zu Verwandten und Bekannten und jammerte dort herum und „klopfte“, wie man so schön sagt, „meiner Mutter auf den Kopf.“ Wie gesagt, eine Tracht Prügel hätten hier ihre Wirkung nicht verfehlt. Als wir dann älter wurden und in die Berufsausbildung gingen, trieb er dieses böse Spiel weiter. Nur war ich jetzt die Person, die er überall schlechtmachte. Das ging so weit, dass ich merkte, als ich zum ersten Mal in die Kneipen im Dorf ging, dass die Leute mich teilweise dumm anmachten. Er hatte ganze Arbeit geleistet. Er war der Gute und ich der Böse. Die Kneipe war sein ständiger Aufenthaltsort. Mir war es egal, was die Leute von mir dachten. Dies war ein großer Fehler von mir, denn er versuchte mir zu schaden, wo er nur konnte.
Ob privat oder im Verein. Das war ihm völlig egal.


 

Ein Beispiel:1989 "Max C......" war Präsident der Gesellschaft.
Wir suchten nach anderen Wegen den Verein und seine Gepflogenheiten attraktiver zu gestalten. So beschlossen wir im Januar 1990 bei einer Vorstandssitzung, die nächste Mitgliederversammlung in der Echtzer Grillhütte abzuhalten. Es sollte gegrillt werden und bei Bier und anderen Getränken in der Mainacht ein gemütliches Beisammensein gepflegt werden.
Der Präsident "Max C......" bemühte sich auf eigenen Wunsch um die Grillhütte.

Da in Hoven keine Maigesellschaft mehr bestand und die Mainacht der einzige Tag war, an dem die Grillhütte frei war, wurde dieser Termin festgelegt und die Grillhütte für den 30. April 1990 angemietet.

Die Plakate wurden gedruckt und ausgehängt. Dann trat mein „Bruder Nöll“ in Aktion und es wurde schlimm.
Die, die dabei gewesen sind, wissen wovon ich rede. Er hetzte die jungen Leute in Hoven gegen die Kirmesgesellschaft auf. Dazu muss man wissen, dass die Jugendlichen vorhatten, nach vielen Jahren wieder einen Maibaum in Hoven aufzustellen. Dies sollte aber die einzige Aktion sein, die in der Mainacht stattfinden sollte.

Im Januar, als wir den Beschluss fassten, war dies noch nicht bekannt. Das haben wir erst viel später von den jungen Leuten erfahren. Durch „Die Machenschaften Nöll`s“ wurde plötzlich die „Traditionelle Mainacht“ in Hoven wieder gefeiert. Dies wäre auch kein Beinbruch gewesen, denn die traditionelle Mainacht lief nach meiner Erinnerung so ab:

Am frühen Abend war die Maiversteigerung. Dann anschließend begann das Ausrufen der Maibräute. Die Maibäume wurden aufgestellt. So verlief die traditionelle Mainacht zu der Zeit, als wir in dem entsprechenden Alter waren. So verstanden es auch viele Leute in Hoven, wenn von der „Traditionellen Mainacht“ gesprochen wurde.

So ging das aber nicht unter dem Einfluss von „Nöll“. Damit hätte man nichts gegen uns unternehmen können. So wurde dann etwas geplant, was den Wünschen dieses Herrn entgegenkam. Es ging Ihm nicht um den Maiclub sondern um die „Gaststätte - Wilk“, die einen „Tanz in den Mai“ plante. Zuerst wurden Bierbude und diverse andere Buden auf dem „Arnold-Decker-Platz“ aufgebaut. Ein großes Feuer wurde vor dem Ehrenmal entzündet und dann begann gegen 19.00 Uhr das große Trinkgelage.
Gegen 21.00 Uhr wurde dann der Maibaum aufgestellt und die ganze Nacht nur getrunken und gegessen.

Das hatte nichts mit Tradition zu tun.

Das hatte er aber geschafft, mit seinen Hetzreden gegen uns. Die jungen Leute bestätigten uns bei einer Unterredung in meinem Haus, dass alles im Zuge der Ereignisse und Hetztiraden dieses Herren entwickelt und geplant wurde. Er schaffte es, die Jugend und deren Eltern gegen uns aufzuhetzen, mit der Behauptung:
„Die Kirmesgesellschaft macht mit Absicht eine Parallelveranstaltung um den jungen Leuten zu schaden. Die Kirmesgesellschaft will die Hovener Bevölkerung aus dem Dorf nach Echtz locken und damit den Jugendlichen schaden.“
Davon konnte überhaupt keine Rede sein, doch es griff bei den Leuten.

Da wir alles fertig hatten zogen wir diese Versammlung durch. Wir machten aber früher Schluss, um noch gemeinsam nach Hoven zu gehen und um mit dem neugegründeten "Maiclub" unter dem Maibaum zu feiern. Wir verpflichteten das Pierer Mandolinenorchester dazu, mit uns zu gehen und unter dem Maibaum in Hoven einige Mailieder zu spielen.

Uns wurde von div. Personen dann in Hoven sogar Schläge angedroht. Der, der dafür die Verantwortung trug, verließ fluchtartig mit seiner Frau den Platz als er uns kommen sah und ging zur tatsächlichen Gegenveranstaltung in den Lindenhof zum „Tanz in den Mai.“ Dies war eine richtige Gegenveranstaltung und niemand vom Maiclub machte diesen Leuten einen Vorwurf.
Wie auch? Denn das war auch geplant bevor der Maiclub sich neu gründete.

Nach den unliebsamen Vorfällen auf dem "Arnold-Decker-Platz" in der Mainacht, bei denen uns Schläge angedroht wurden, suchte "Max C......" ein Gespräch mit dem Mitstreiter des
"Arno Thönneßen" mit Herrn "Heinz L......", der uns genauso wie "Nöll" einen unverschämten Brief geschrieben hatte. Bei diesem Gespräch erklärte "Heinz L......."
"Arno Thönneßen" und er hätten geglaubt, ich ( Willi Thönneßen )hätte mit Absicht diese Veranstaltung in die Mainacht gelegt, um der "Gaststätte Wilk" zu schaden, da diese den Tanz in den Mai veranstaltete.

Wie schon gesagt, mit dem Maiclub hatte das gar nichts zu tun.
Die jungen Leute wurden nur missbraucht.

Es war zu dem Zeitpunkt keine Veranstaltung in der Form wie sie dann auf dem "Arnold-Decker-Platz" stattfand geplant und bekannt, als wir die Einladungen an die Mitglieder verschickten und die Plakate dazu aus hängten. Im Gegenteil, erst unsere Einladung brachte, unter der tatkräftigen Mithilfe von "Nöll", den dann neu gegründeten Maiclub so nach und nach dazu, in dieser Form die angeblich traditionelle Mainacht zu organisieren.

Fazit: Der Maiclub wollte und hat uns damals geschadet. Der Schuldige aber war "Nöll", der die jungen Leute für seine Zwecke missbrauchte.

1.) Es konnte nicht unsere Absicht sein dem Maiclub, der sich in der Form, wie er dann existierte, zu schaden, weil es den Maiclub zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab. Auch erfuhr er durch
diese Böswilligkeit einen Anschubimpuls.

2.) Eine Gegenveranstaltung und einen möglichen Schaden für die Gaststätte Wilk fügte, wenn überhaupt, der Maiclub in der Mainacht den Wirtsleuten zu.

3.) "Arno Thönneßen" feierte ab 24.00 Uhr, bis in den frühen Morgen im Lindenhof und nicht auf dem "Arnold-Decker-Platz" bei den Maijungen. Er hatte einfach nur Angst zwischen die Fronten
zu geraten, die er mit seinen Lügen erzeugt und aufgebaut hatte. Uns schlug nur blanker Hass entgegen, der darin gipfelte, dass uns von Eltern der Jugendlichen Schläge angedroht wurden.

4.) "Arnold Thönneßen" ging es nicht um den Maiclub, sondern er schob diese Leute nur vor, um seine schmutzige Brühe zu kochen. Er betitelte sich selbst, als den größten Vereinsmeier. Er wollte nur mir persönlich Schaden zufügen, doch in Wirklichkeit fügte er der Kirmesgesellschaft erheblichen Schaden zu. Er benutzte alle, um seine schmutzige Aktion durch zu ziehen. Die danach folgende Kirmes ging schlagartig um 50 % zurück. Es dauerte Jahre bis dieser Verlust aufgeholt war.

Weiter im 1.Kapitel.

Ein Grund dafür, dass ich mir vieles was sich „Der Herr Familienrat“ im Laufe der Zeit leistete, gefallen ließ, war der, dass ich es in jedem Fall vermeiden wollte die Verwandtschaft in der Öffentlichkeit bloß zustellen und herunter zu machen. Gründe dazu hätte ich genug gehabt. Im weiteren Verlauf dieses Berichtes werden Sie noch einige dieser Gründe kennen lernen.
Da Nöll dies oft genug so machte, widerte mich das an, es ist auch nicht mein Stil.

Wer kann denn ahnen, dass dann die Verwandtschaft ein solches Szenario inszeniert und uns alles zerstört? Ich glaubte, dass die Leute unterscheiden könnten, was richtig und was falsch ist. Auch eine Fehleinschätzung von mir, wie sich später herausstellen wird und wir bitter bereuen mussten. Spätestens dann, als „Die Frau mit dem Zettel“ mit ins Spiel kam und die Maske fallen ließ. Da war alles was Nöll bis dahin angezettelt hatte ein Fliegenschiss, gegen das, was die weitere Verwandtschaft Jahre später in Szene setzte. Ich hatte alles, was sie gerne für sich hätten. Da sie aber wussten, dass sie das nicht bekommen konnten, handelten sie nach dem Prinzip:

„Wenn wir das nicht haben können, dann soll der das auch nicht haben!“

Die alten Hovener werden es noch wissen, dass ich mir alles schwer erarbeitet habe, ich muß sagen „wir“, denn Helga und auch später meine Töchter, haben alle mit angepackt. Dies war wohl die Voraussetzung dafür, dass die Hovener Hochachtung vor uns hatten und diese Leistung anerkannten und mich zum 1.Vorsitzenden der Kirmesgesellschaft Düren-Hoven 1904 e.V. wählten.

Da werden viele wohl zweimal hinschauen müssen um alles das zu begreifen, was hier abgelaufen ist.

Mein Bruder spielte sich immer als der ganz Große auf, ohne auch nur im Geringsten die entsprechenden Qualitäten zu haben. Die, die mit ihm umgegangen sind werden das bestätigen. Wir konnten als Kinder den ganzen Tag oder Tage lang gespielt haben, wenn er dazu kam dauerte es nicht lange dann war der Krach da. Aber und das wurde mir erst Jahre später klar. Er war noch verhältnismäßig harmlos, wenn ich bedenke was uns ab 1995 widerfahren ist.
Es ist an der Zeit die Bezeichnung Schwester zu unterlassen.
Ich werde Sie ab hier nur noch: „Die Frau mit dem Zettel“ nennen.


Titel-Nr.03


Seit ich die Kirmes kenne und zwar seit 1950, gibt es traditionsgemäß die
„Kinderbelustigung "
immer am letzten Kirmestag. Früher war dies der Dienstag.
Als ich aber 1980 Vorsitzender wurde, habe ich unter anderem die Kirmes um einen Tag verkürzt und die „Kinderbelustigung“ fand ab dann am Montag statt. Wichtig war es aber, den Ablauf und die Verteilung der Süßigkeiten, Fahrchips usw. an die Kinder neu zu gestalten.

Bei dem alten System, wurden die Sachen einfach ungeordnet verteilt. Durch das Gedränge und Geschubse beim Verteilen standen dann weinende Kinder am Rand, die nicht so stark wie andere waren und sich nicht durchsetzen konnten.
Oder die kleineren Kinder hatten auch keine Chance etwas zu bekommen. Das hatte mit „Kinderbelustigung“ nicht viel zu tun. Denn weinende Kinder sind kein schöner Anblick und bestimmt nicht lustig.

So wurde experimentiert und überlegt bis wir dann irgendwann das richtige System gefunden hatten.

Die Frau des Kassierers („Die Frau mit dem Zettel“) schrieb die Daten auf, um im nächsten Jahr einen Anhaltspunkt zu haben. Aber anstatt diesen Zettel zu den Kassiererakten zu tun, verwahrte sie diesen bei sich privat irgendwo auf. Mit diesem „Wisch“ hatte sie nun etwas in der Hand, mit dem sie jetzt ihre „Wichtigkeit“ demonstrieren konnte.

Und das ging so!

Drei Tage vor Kirmes, teilte Sie der Frau des Vorsitzenden mit, dass „Sie“ und die Frau des Vorsitzenden „Süßigkeiten für die Dorfkinder“ einkaufen müssen. Die Frau des Vorsitzenden wurde regelrecht „her zitiert“!
Dann holte sie ihren berühmten Zettel heraus und man fuhr zum Einkaufen für die „Kinderbelustigung.“

Im Laden trug sie ihren sorgsam gehüteten Zettel mit den Informationen über Stückzahl und Sorten der einzukaufenden Teile vor sich her. Dann schritt sie zwischen den Regalen hin und her, zeigte mit dem Finger auf die Teile, die dann die Frau des Vorsitzenden in den Einkaufswagen legen musste, den sie die „Ehre“ hatte, schieben zu dürfen. Die Frau des Kassierers hatte genug an ihrem Zettel zu schleppen und aus der Hand geben konnte sie ihn erst recht nicht. So lief das in all den Jahren, in welchen ich Vorsitzender war, ab. Für meine Frau und mich war dies immer ein Anlass, mitleidig zu lächeln und den Kopf darüber zu schütteln. Mit was sich Menschen doch „Selbstbestätigung“ verschaffen müssen! Diese Geisteshaltung war auch ausschlaggebend für das, was uns dann geschehen ist.
Dass sie bis heute diese Demonstration nicht abgelegt hat, wird die Frau des zurzeit amtierenden Vorsitzenden bestätigen können." Die Frau mit dem Zettel" weiß, wenn sie diesen Zettel aus der Hand gibt, ist sie „völlig überflüssig.“ Aber das ist etwas, was sie nun gar nicht ertragen kann.
Da sich diese Frau auf gar keinen Fall wie eine Schwester gezeigt hat, werde ich sie auch nicht mehr so nennen, sondern sie ist für mich und für die weitere Berichterstattung nur noch:

„Die Frau mit dem Zettel!“


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