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Der Aufbau und die Neugestaltung des Festes mit meinen Ideen.
Die erfolgreichsten Jahre der Kirmesgesellschaft überhaupt.


Seit meinem Amtsantritt, im Jahre 1980, als „1.Vorsitzender“, hatte ich trotz der vielen Schwierigkeiten, die mir dauernd von den bekannten Personen gemacht wurden, viel verändert. Dazu muss ich sagen, dass ich die ersten 10 Jahre, kaum Probleme hatte, da der Vorstand meine Ideen und Vorstellungen, gerne unterstützte und bei allem voll dabei war.

Als ich dann 1979, noch während des Jubelfestes, zum zukünftigen Vorsitzenden hochgejubelt wurde, haben meine Frau und ich, uns erst einmal mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Wir haben uns, diese Entscheidung nicht leicht gemacht und erst nach ca. 4 Wochen zugestimmt. Ich habe mich nicht dahin gedrängt, sondern wurde im Gegenteil, von „Toni Thönneßen, Heinrich Gierling und Alfred Schmitz“ gedrängt, da es zu mir keine Alternative gab, dieses Amt anzunehmen.
Nach dem „Heinrich Gierling“, aus persönlichen Gründen, vom Amt des 2.Vorsitzenden zurück getreten war, wurde ich dann zum „2.Vorsitzenden“ gewählt. Toni Thönneßen formulierte es so: Stellt mir einen Mann an die Seite, den ich dann einarbeiten kann, der dann im nächsten Jahr als meinen Nachfolger, von mir als 1. Vorsitzenden, der Mitgliederversammlung vorgeschlagen wird. Ich brauche Euch ja nicht zu sagen wer das sein soll. So wurde ich zum 2. Vorsitzenden gewählt, ich sollte damit, auf „das Amt des 1.Vorsitzenden“, vorbereitet werden. Nach dem ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, machte ich mir Gedanken darüber, wie man die „Karre aus dem Dreck“ ziehen kann.

In den vergangenen Jahren, war die Kirmes Stück für Stück, abgebaut worden. Das musste zuerst gestoppt und umgekehrt werden. Das Amt des „Präsidenten“ musste attraktiver gestaltet werden. Dies konnte aber nur geschehen, wenn man von Seiten des Vorstandes, dem Präsidentenpaar größeren Wert beimaß und den Wert und das Ansehen steigerte. Als „1. Vorsitzender“, mussten meine Frau und ich, mit gutem Beispiel voran gehen. Es ging nicht an, dass ein Präsidentenpaar sehr viel Geld ausgab und keine Kosten und Mühen scheute, um ein würdiges Fest zu gestalten und alles Andere wurde dann, dem Zufall überlassen. Hier musste der Vorstand mitziehen und entsprechend, bei der Kirmes auftreten.

Das war der richtige Weg und zeigte schon nach kurzer Zeit Erfolg. Es war festzustellen, dass jedes Jahr mehr Leute im Dorf am Straßenrand standen, um beim ersten Aufmarsch, zu Beginn der Kirmes zuzuschauen. Anschließend gingen diese Leute nicht nach Hause, sondern in das Zelt. Nach einigen Jahren wurden schon Überlegungen angestellt, das Zelt zu vergrößern. Der Thekenraum wurde in einen Zeltanbau verlegt. Die Bevölkerung und die Dorfgemeinschaft, zogen einfach mit. So ganz nebenbei, konnte ich die Hovener motivieren, im Dorf den Karneval gemeinsam zu feiern. Die Leute ließen sich mit Bussen ins Nachbardorf Echtz transportieren, um dort in der Sporthalle, den Sitzungskarneval zu feiern, da bei uns keine entsprechende Halle zur Verfügung stand, um alle aufzunehmen. Ob Pfarrfeste, an denen wir aktiv beteiligt waren, oder Sportfeste, die bis eine Woche vor unserem Fest, auf dem Sportplatz abgehalten wurden, oder beim Volksradfahren und beim Tischtennisturnier, überall traten wir mit „Unseren Präsidenten, als Vorstand“ der Gesellschaft auf. Man beneidete uns, um unsere Kameradschaft, da wir auch privat diese Kameradschaft pflegten.

Es gab die so genannte Nadelkasse. Hier musste ursprünglich ein Strafgeld von demjenigen Vorstandsmitglied gezahlt werden, welches die Präsidentennadel nicht trug, bei Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, an Kirmes oder bei sonstigen offiziellen Auftritten. Voraussetzung war natürlich, dass er Präsident gewesen war und als scheidender Präsident, diese Nadel bekommen hatte. Von dem so gesammelten Geld, wurde dann einmal im Jahr, ein Essen veranstaltet. Hier führte ich, anstelle des Essens, den gemeinsamen Ausflug des Vorstandes ein. Dieser wurde ausschließlich nur, von den Vorstandsmitgliedern, selbst finanziert. Daneben organisierte ich eine Weihnachtsfeier für den Vorstand. Dazu suchte ich mir die geeigneten Leute aus, die zur Feier etwas beitragen konnten. Diese Weihnachtsfeier war schon etwas Besonderes und fiel aus dem Rahmen, wenn man die Feiern von allen möglichen Vereinen und Clubs zu Grunde legt.

Meine Versuche eine Weihnachtsfeier in dieser Form, für die gesamte Gesellschaft und hier insbesondere für die Kinder aufzuziehen scheiterte, wie sollte es auch anders sein, an diversen Vorstandsmitgliedern.

Wie Recht ich hatte, mit meinen Vorstellungen, sieht man daran, dass heute einfach die Mitglieder eines Vereins, eine ähnliche Feier veranstalten und zwar eine Nikolausfeier. Damit erwirtschaften sie einen Überschuss in der Kasse, den sie in ihrem Verein gut gebrauchen können.( wurde inzwischen aber eingestellt, warum ? )

Meine Leute waren damals einfach zu dumm und zu sehr darauf versessen, alles was von mir als Vorschlag kam, zu boykottieren. Der Verein hatte dann den Schaden. Oft hatte ich den Eindruck, dass Vorstandsmitglieder bewusst und mit Absicht, dem Verein schadeten, damit ich auf die Nase fiel. Doch da hatte man sich, bei mir, schwer verrechnet! Als Vorsitzender konnte mir keiner an die Karre fahren. Dazu genoss ich ein zu hohes Ansehen in der Dorfgemeinschaft und führte den Verein erstklassig, was die Erfolge eindeutig beweisen.

Meine Erfolge!

Es wurden in meiner Zeit als 1. Vorsitzender folgende Veränderungen, die auch alle Verbesserungen waren, ein- und durchgeführt.

1.) Die Vogelstange wurde 1980 von „Alfred Sch.......“ fach- und sachgerecht, mit ausgefeilter Technik, erneuert. Bedingt durch die Auflage des Ordnungsamtes.
2.) Die Kirmes wurde der Zeit angepasst und um einen Tag verkürzt. Das ganze Programm wurde gestrafft. Die Tanzmusik wurde durch eine neue Kapelle ersetzt, die neuen Schwung und Sound ins Zelt brachte. Ergebnis war:
„Die großen Festbälle wurden bis weit in die Nacht, bis zum frühen Morgen, ausgedehnt“.
3.) Ein neuer Zeltverleiher und Festwirt wurde verpflichtet.
4.) Das Feuerwerk wurde wieder eingeführt, musste aber nach ein paar Jahren, aus Sicherheitsgründen, wieder eingestellt werden.
5.) Frauen konnten auch „Präsidentin“ der Kirmesgesellschaft werden. Die reine Männergesellschaft hatte ausgedient.
6.) Es wurde eine Mitgliederbefragung durchgeführt, zu dem Zweck, zu ermitteln, wann jeder Einzelne Mitglied der Gesellschaft wurde. Dadurch wurde es möglich, Mitglieder für entsprechend treue Mitgliedschaft, in der Kirmesgesellschaft zu ehren. Die Frauen wurden als ordentliche Mitglieder anerkannt und genauso wie die Männer geehrt.
7.) Der Festzug wurde wieder eingeführt, mit Festwagen für das Präsidentenpaar.
8.) Die Präsidentenkette wurde überarbeitet und mit einem 2.Ring erweitert.
9.) Eine Vereinsfahne wurde für unsere Gesellschaft angeschafft. Gleichzeitig begann ich als Erster damit, an Kirmes, eine Fahne am Haus aufzuziehen. So nach und nach zogen dann die Vorstandsmitglieder und die neuen Präsidenten, auch Fahnen am Haus hoch.
10.) Sehr erfolgreich wurden von uns Vereinskrüge, unter dem Motto „Alt Hoven“ verkauft.


Bild-11.Vereinskruege
Motiv:
Gaststätte Lindenhof.
Motiv:
Haltestelle Hoven am Dom.
Motiv:
Vereinslokal Scheitweiler

Die Seitlichen Motiven auf den Krügen.

Bild-12.Krug-Vereinswappen Bild-13.Krug-Stadtwappen
Seite: Wappen der KG. Seite: Stadtwappen

11.) Zeltschmuck wurde angeschafft und das Zelt damit dekoriert.
12.) Fähnchenschmuck für das ganze Dorf wurde angeschafft und an allen Lichtmasten angebracht.
13.) Straßenschmuck, in Form von Fähnchengierlanden über den Straßen, wurden angefertigt und über die Straßen gespannt.
14.) Es wurde erstmals, als Versuch, eine 2. Musik-Kapelle zum Frühschoppen, ins Zelt verpflichtet.
15.) Der Ausflug des Vorstandes, wurde organisiert und eingeführt. Ich fand es für wichtig, dass der Vorstand eine gute private Kameradschaft pflegte, dies gewährleistete auch Harmonie an den Festtagen.
16.) Die Weihnachtsfeier für den Vorstand wurde eingeführt und sollte mal, für die ganze Gesellschaft, organisiert werden.
17.) Es wurde eingeführt die Mitgliederversammlungen als Umtrunk zu gestallten. (1 x Grillhütte Echtz, 1x Sportheim Hoven) bei Freibier und Grillspezialitäten.
18.) Die Kirmesgesellschaft übernahm die Ausrichtung der St. Martinsveranstaltung mit Martinsfeuer.
19.) Die 5. Jahreszeit, sprich Karneval bekam unter meiner Führung vereinsmäßige Strukturen.
( Es war dann ein Leichtes, darauf aufzubauen und eine Karnevalsgesellschaft zu gründen. Da ich Franz Josef Schüller gefördert hatte und Ihm das erwirtschaftete Geld , vom Sitzungskarneval in der Echtzer Turnhalle überlassen habe, Hatte er ein gutes Startkapital dafür. )
20.) die Festmesse wurde von Sonntag auf Samstag vorverlegt.

Trotz der vielen und auch oft teuren Anschaffungen, war die Vereinskasse immer gut gefüllt und wies einen Guthaben-Betrag von über 14.000,-- DM aus. Übernommen hatte ich sie mit 5.000,-- DM. Alles, was nur mit langen und in der Regel unschönen und unnötigen Diskussionen, letztendlich dann doch eingeführt wurde, führte zum Erfolg. Alle die alten Herren, die ich übernommen hatte waren teilweise aus Altersgründen aus dem Vorstand ausgeschieden, oder leider verstorben. Es blieben nur zwei übrig. Einer davon, gab sich mir und meiner Frau, als unser „bester Freund“ aus. Wir glaubten ihm das auch noch. Das war ein verhängnisvoller Fehler, den wir einmal bitter bereuen mussten. Der andere konnte lange keinen Schaden anrichten, da er kaum im Land war und andere für ihn die Arbeit im Verein leisteten. Bis er dann für immer zurück kam und dauernd vor Ort war.
Ab da begannen der langsame Zerfall und das „Auseinanderfallen des Vorstandes“.

Die Kirmes fand in einem voll besetzten Zelt statt.
Die Schausteller, die wir verpflichtet hatten, kamen immer wieder gerne nach Hoven.
Es stimmte alles!

Wenn da nicht.............?

1980 wurde ich zum ersten Mal, in das Amt des 1. Vorsitzenden gewählt. „Einstimmig“! Danach wurde ich 4 x in diesem Amt, von der Mitgliederversammlung, einstimmig bestätigt,
das letzte Mal 1992.

Bei dieser Versammlung wurde beschlossen, das 90-jährige Stiftungsfest der Gesellschaft, 1994 groß zu feiern. Der Vorstand bekam den Auftrag, ein Konzept zu entwerfen und den Rahmen der Festlichkeit, den Mitgliedern bei der nächsten Versammlung, vorzulegen.
Die Kasse durfte nur mit 3.000,-- DM belastet werden.

Zur Vorbereitung, auf das kommende 90-jährige Stiftungsfest, lud die Gesellschaft zum Abschluss der Kirmes 1992 und 1993, am Montag nach dem Familientag, zum Umtrunk ein. Es wurde eine große Tafel zusammen geschoben, an dem dann alle noch verbliebenen Mitglieder Platz nahmen und der Vorstand bediente dann die Mitglieder. Es war eine große Kirmesfamilie, wenn da nicht der Feind, in den eigenen Reihen gelauert hätte!

So bewegten wir uns langsam, auf das große Fest zu. Ein Fest, das wohl das größte und aufwendigste Fest war, was die Hovener je gefeiert haben. Es wurde aber auch das Fest, bei dem sich herausstellte, in wie weit schon im Untergrund die Zerstörung all dessen was ich aufgebaut hatte, vorbereitet war und rücksichtslos nur um des eigenen Darstellungswillen betrieben wurde.

Was bis hier geschehen ist, sind Peanuts gegenüber dem was ab 1994 geschah


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